Guido Ingendaay: Training und Coaching

METHODEN

Personzentrierte Gesprächsführung

Das personzentrierte Gespräch geht auf die Forschungen des Amerikaners Carl Rogers (1902 – 1987) zurück, der das aktuelle Erleben und das natürliche Selbsthilfe-Potenzial des Klienten in den Mittelpunkt der Gesprächsführung stellte. Personzentriert heißt also: Sie als Person stehen im Mittelpunkt, nicht etwa mein Bild von Ihnen oder eine Diagnose „Ihres Problems“.

Wie sehen Sie eine Situation? Was fühlen und denken Sie dazu? Was bewegt Sie daran besonders? Indem ich Ihr Erleben und Ihre Perspektive achtungsvoll und aufmerksam mitvollziehe, ergeben sich für Sie wertvolle „Resonanz“-Effekte. Sie erleben Ihre eigenen Äußerungen neu und treten in einen freundlichen und forschenden Dialog mit mir – und sich selbst. (Mehr…)

Alexander-Technik

Die Alexander-Technik beruht auf den Experimenten und Entdeckungen des Australiers F. M. Alexander (1869 – 1955), der durch ein persönliches Stimmproblem zu seinen bahnbrechenden Forschungen motiviert wurde. Die Alexander-Technik hilft Ihnen, konstruktiveren Gebrauch von Ihren Potenzialen im Denken und Handeln zu machen.

Konkret bedeutet das: Sie schenken der Qualität Ihres geistig-körperlichen Umgangs mit sich selbst mehr Aufmerksamkeit (und wundern sich, dass Sie das nicht schon früher gemacht haben). Sie erfahren, an welcher Stelle Ihres inneren und äußeren Handelns Sie sich das Leben unnötig schwer machen. Sie lernen, wie Sie damit aufhören können. Und Sie entdecken, wie Sie Ihren natürlichen Fähigkeiten wieder mehr Raum zur Entfaltung geben können. (Mehr …)

Themenzentrierte Interaktion

Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) ist eine Methode zur Förderung von Lern- und Entwicklungsprozessen. Meist wird die TZI als Methode der Gruppenleitung verstanden, doch kann sie auch in der Einzelberatung wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Die TZI wurde von Ruth Cohn (1912 – 2010) aus der psychoanalytischen Supervisionsarbeit mit Gruppen entwickelt. Cohn erkannte, dass Menschen erst dann kreativ und effektiv miteinander tätig werden können, wenn die Belange des Einzelnen und der Gruppe mit den Anforderungen der gestellten Aufgaben und den jeweiligen Rahmenbedingungen in ein „dynamisches Gleichgewicht“ kommen.

Aus der Perspektive dieses 4-Faktoren-Modells (Ich, Wir, Sache, Umgebung) bilden Lernen und Arbeiten einen zwar grob planbaren, aber aus dem Moment heraus immer neu zu gestaltenden Prozess des Wahrnehmens, Denkens, Fühlens und Handelns, an dem alle teilhaben und den alle mitverantworten. Was die Menschen wirklich hier und jetzt bewegt, darf Thema werden. (Mehr …)

Gemeinschaftsbildung

Die Gemeinschaftsbildung (Community Building) geht auf den amerikanischen Psychotherapeuten Scott Peck zurück (1936 - 2005), der in den 1970-er Jahren aus gruppentherapeutischen Erfahrungen einen Prozess zur Förderung authentischer Begegnung und Gemeinschaft entwickelte.

Scott Peck beobachtete, dass die Sehnsucht der Menschen nach Gemeinschaft immer wieder an unbewussten Ängsten und undurchschauten Gruppendynamiken wie Anpassung, Manipulation oder Machtgebahren scheitert. Wird dem Einzelnen und der Gruppe jedoch die Möglichkeit gegeben, sich dieser Hemmnisse bewusst zu werden und sie in einem gemeinsamen Prozess aufzulösen, können die Gruppenmitglieder über die Grenzen ihrer bisherigen Beziehungserfahrungen hinaus zu einem echten Miteinander gelangen. (Mehr ...)

Das Situationsexperiment

Das Situationsexperiment ist eine Form des Durchspielens von vorgestellten oder realen Situationen, die ich aus der Schauspielarbeit abgeleitet und für persönliche Lernprozesse nutzbar gemacht habe. Wichtig dabei ist Ihre freie Wahl. Sie müssen keine unliebsamen Rollenspiele über sich ergehen lassen, sondern entscheiden selbst, wie und was Sie durchspielen.

Das Wagnis, den „inneren Film“ für ein paar Minuten in einen „äußeren Film“ zu verwandeln, wird schnell belohnt. Sie merken, dass Vorstellung und Wirklichkeit nicht dasselbe sind und gewinnen einen klareren und realistischeren Zugang zu der gewünschten Situation. (Mehr ...)